Nationale Befreiungsbewegung Deutschland

Der Krieg der von den USA angeführten Koalition gegen den IS kostete seit Beginn der Bombardierungen 11,5 Millionen Dollar pro Tag. Insgesamt 50.000 Mal haben Kampfjets Ziele in Syrien und im Irak beschossen.

 

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Bildquellen: Latuff, SANA, U.S. Air Force photo, alle gemeinfrei

Insgesamt 50.000 Raketen haben Kampfjets der US-Koalition hauptsächlich in Syrien und im Irak seit Beginn der Kampagne im August 2014 abgefeuert. Allein im vergangenen Juni haben die Koalitionstruppen 3.167 Mal feindliche Stellungen bombardiert. Zum Vergleich: In den vergangenen sechs Jahren wurden „nur“ 16.000 Raketen auf Ziele in Afghanistan abgefeuert. Laut Zahlen des Magazins Airwars wurden bis heute mindestens 1.422 Zivilisten durch Kampfjets der Koalition getötet.

Diese Zahl klingt zwar merkwürdig gering, sie übersteigt jedoch eine aktuelle Schätzung des US-Verteidigungsministeriums (41 getötete Zivilisten) um Längen. Neben den menschlichen Verlusten gibt es auch enorme finanzielle Belastungen. Laut Informationen des Ron Paul Institute kostet eine der abgefeuerten „Bomben“ durchschnittlich 50.000 US-Dollar. Somit beliefen sich allein hierfür die Kosten auf mindestens 2,5 Milliarden Dollar. Laut einem Bericht von The Hill vom Februar summierten sich die gesamten Kosten zu diesem Zeitpunkt bereits auf über 6 Milliarden Dollar. Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums bezifferte die Kosten am 31. Januar 2016 sogar auf 6,2 Milliarden Dollar. „Dies entspricht durchschnittlich 11,5 Millionen Dollar pro Tag seit Beginn der Operation vor 542 Tagen“, so das Magazin in dem Artikel.

Die Militärausgaben der Vereinigten Staaten belaufen sich laut NATO-Zahlen in diesem Jahr auf voraussichtlich 3,61 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Zum Vergleich: Deutschland: 1,19 Prozent, Belgien 0,85, Spanien 0,9, Großbritannien 2,21. Griechenland belegt nach den USA mit Militärausgaben in Höhe von 2,38 Prozent Platz 1 in Europa und nach den USA Platz 2 aller NATO-Staaten. Im Jahr 2015 betrug das weltweite Rüstungsbudget aller Staaten 1,676 Billionen US-Dollar. Obwohl die US-Bevölkerung nur fünf Prozent der Weltbevölkerung ausmacht, stemmen die USA 36 Prozent aller Rüstungsausgaben der Welt (2015). Platz 2, 3 und 4 belegen derzeit China, Saudi-Arabien und Russland.

Deutschland und Frankreich erwägen neuen Berichten zufolge einen langfristigen Plan einer „europäischen Sicherheits- und Verteidigungsunion“. Dafür ist angeblich auch ein zivil-militärisches Hauptquartier angedacht, aus dem EU-Einsätze gesteuert werden können. Großbritannien habe derartige Pläne traditionell blockiert, nach dem „Brexit“ könne man hier mehr erreichen, sagte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

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